Start Feuerungstechnik

Kleine Heiztechnikkunde:

Heizungsanlagen werden für die kälteste Jahreszeit (-16° C) ausgelegt und erhalten im Normalfall einen Zuschlag für die Trinkwasserbereitung. Selbst unter Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten liegen die Temperaturen jedoch zumeist über 0° C.

Wegen dieses Widerspruchs sind Heizungsanlagen fast ausnahmslos überdimensioniert.

Wenn Sie nun das Verhalten Ihres Heizkessels während der Heizperiode beobachten, so werden Sie feststellen, dass dieser häufig startet und nach nur wenigen Minuten wieder stoppt. Diesen Prozess nennt man Takten.

Diese Start - Stopp - Vorgänge sind Ursache für rund 70% der Gesamtemissionen. Der Betrieb im optimalen Volllastbereich, ( in dem auch der Kaminkehrer seine Messung durchführt ), ist dagegen für lediglich 14% der Emissionen verantwortlich.

Ca. 4,5 Millionen Heizungsanlagen in Deutschland sind jünger als 10 Jahre. Annähernd alle Anlagen takten und schädigen damit nicht nur unsere Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel. Denn das Takten erhöht sowohl den Energieverbrauch als auch die Beanspruchung des Wärmeerzeugers und seiner Verschleißteile.

Eine Lösung bietet die Pufferspeichertechnik. Sie ermöglicht den vorteilhaften Betrieb der Heizungsanlage im Volllastbereich. Die erzeugte Wärme wird auf den Pufferspeicher gefahren,und von dort nach Bedarf an das Heizungssystem abgegeben. Selbst kleine Wärmebedarfe können bedient werden. Der Heizkessel springt erst wieder an, wenn der Speicher leer ist.

 

Auszug aus dem Film "Abenteuer Energieeinsparen 2"